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Das Landesmuseum lässt
Badens Vergangenheit wieder
aufleben.
Die
Geschichte von "Baden zwischen
den Revolutionen 1789-1848" ist
nun im Karlsruher Schloss zu
sehen. Mit der Neueröffnung
dieser Abteilung ist das zweite
Obergeschoss des Schlosses
erstmals wieder vollständig
für das Publikum
zugänglich, denn die bereits
im Oktober 2000 eröffnete
Ausstellung "Baden 1848-1918"
schließt sich nahtlos an
und ermöglicht so einen
Rundgang durch die gesamte
Geschichte Badens in der Zeit von
1789-1918.
An historischem Ort, dem
Karlsruher Residenzschloss,
werden die Anfänge Badens
als Großherzogtum lebendig.
Die Besucher verfolgen die Zeit
von der Französischen
Revolution bis zu den Erhebungen
von 1848 in vier Abschnitten.
Dabei wird die besondere Rolle
Badens im Rahmen der
gesamteuropäischen
Geschichte beleuchtet. "Das
Zusammenwirken verschiedener
Fachsparten war uns bei der
Ausstellungskonzeption besonders
wichtig," betont Direktor des
Badischen Landesmuseums,
Professor Dr. Harald
Siebenmorgen. Nur so würden
die vielseitigen Beziehungen von
Land und Leuten, auch
überregional bis ins nahe
Elsass, den Museumsgästen
verdeutlicht.
Eine aktive Beteiligung der
Museumsbesucher ist
wünschenschwert.
Bei der Ausstellungskonzeption
war dem Museum aber vor allem die
museumspädagogische Arbeit
wichtig. Ein Museum dürfe
heute nicht mehr alleine Lernort
sein. So wurden Erlebnis-Elemente
entwickelt, die aber erst durch
eine aktive Mitarbeit der
Museumsbesucher möglich
sind. Alte Zeitungen liegen zur
Lektüre bereit und Spiele
können ausprobiert werden,
außerdem sollen
Schauspielaufführungen und
Workshops dem Besucher das Leben
der damaligen Zeit
nahebringen.

Im Mittelpunkt der Ausstellung
stehen das Verhältnis zu
Frankreich, das Biedermeier in
Baden, die liberale Verfassung
von 1818, herausragende
Erfinderpersönlichkeiten
Badens wie Karl Friedrich von
Drais, Emil Kessler, Carl Benz
oder Christian Ferdinand
Öchsle, das Karlsruher
Verlagswesen oder der Fall
"Kaspar
Hauser".
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Die Ausstellung beleuchtet die
gesellschaftliche
Entwicklung.
Von der badischen Revolution
1848-49 über die
Reichsgründung 1870-71 bis
zum ersten Weltkrieg spannt sich
der zeitliche Bogen des bereits
zugänglichen Teils der neuen
Abteilung. Seine Einzelbilder
beleuchten Aspekte des
Modernisierungsprozesses sowie
dessen Widersprüche:
Arbeitswelt und
Industrialisierung,
Mobilität und Kommunikation,
Tourismus und
Schwarzwaldbegeisterung, das
Selbstverständnis des
Bürgertums oder das
Rollenbild von Frauen und
Männern.

Besonders eindrucksvoll ist die
originale Einrichtung eines
Kolonialwarenladen aus den 30er
und 40er Jahren des 19.
Jahrhunderts. 1822 wurde er in
Sinzheim bei Baden-Baden
eröffnet und war bis 1969 in
Betrieb.
Zur Eröffnung der
Ausstellung erschien ein
Abteilungsführer, der die
gesamte Sammlung badischer
Geschichte im zweiten
Obergeschoss umfasst. Auf etwa
160 Seiten wird die Geschichte
des Großherzogtums Baden
von den Anfängen bis zum
Ersten Weltkrieg anschaulich und
leicht verständlich
aufbereitet. So dient die
Publikation sowohl als
Führer durch die neue
Sammlungspräsentation im
Schloss als auch als
populäre
Übersichtsdarstellung
für einen der wichtigsten
Abschnitte der badischen
Geschichte.
Weitere Infos,
Öffnungszeiten,
Führungen:
www.landesmuseum.de
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