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Badens erstes Museum wird 200 Jahre
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Karl
Friedrich, Markgraf von Baden-Durlach,
später Kurfürst und ab 1806
Großherzog des Landes Baden, hatte
1771 die Markgrafschaft Baden-Baden
übernommen, weil die katholische
Linie der badischen Markgrafen
ausgestorben war. Karl Friedrich entdeckte
den Reiz der kleinen Stadt an der Oos,
welche die erste
Residenzstadt
der Markgrafschaft gewesen war, und
verbrachte fortan die Sommermonate im
dortigen Neuen
Schloss
. Mit ihm kamen seine Berater und auch
sein Hofbaumeister Friedrich
Weinbrenner.
Im Jahr 1803 erhielt dieser den Auftrag,
Pläne für eine
"Antiquitätenhalle" zu fertigen. Das
erste Museum des Landes Baden sollte in
der ehemaligen
Römerstadt
gebaut werden.
1804 entstand in der für Friedrich
Weinbrenner typischen klassizistischen
Bauweise ein in drei Teile gegliedertes
Gebäude am Marktplatz hinter der
Stiftskirche
in direkter Nähe zur Ursprungsquelle
des Thermalwassers. "MUSEUM
PALÄOTECHNICUM" wurde es genannt. Der
Mittelteil beherbergte die eigentliche
Museumssammlung: Funde aus der
Römerzeit in relativ bescheidenem
Umfang. Der linke Seitenraum war als
Trinkraum für Thermalwasser
konzipiert und im rechten Seitenraum
konnte die neu gefasste Ursprungsquelle
besichtigt werden.

Nach der Gestaltung eines neuen
Kurviertels jenseits der Oos verloren der
Marktplatz, die "Antiquitätenhalle"
und die von Weinbrenner 1820 entworfene
und gebaute Trinkhalle hinter der
Stiftskirche an Bedeutung. Mitte des 19.
Jahrhunderts wurde das "MUSEUM
PALÄOTECHNICUM" abgebrochen.
Die Funde aus der Römerzeit wurden
nach Karlsruhe gebracht. Sie befinden sich
heute im dortigen Badischen
Landesmuseum.
Von Rika Wettstein, Baden-Baden
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