Die Familiengeschichte Baden-Württembergs

Genau genommen hätte es weder jahrhundertlanger Gebietsstreitereien noch einer Volksabstimmung im Jahre 1951 bedurft, um den Südweststaat Baden-Württemberg zu formieren.

Die Betrachtung der geschichtlichen Entwicklung der ehemals souveränen Staaten fördert im 13. Jahrhundert folgende Verbindung zu Tage:
Hermann V. von Baden heiratete um 1220 Irmengard, Tochter des Welfen Heinrich I., Herzog von Sachsen und Pfalzgraf bei Rhein, und der Stauferin Agnes, Tochter Konrads Pfalzgraf bei Rhein.

Die Markgrafen von Baden gehören als Seitenlinie zu den Zähringern, die zusammen mit den Staufern und Welfen das damalige Herzogtum Schwaben beherrschten. Demzufolge sind die drei herrschenden Adelsfamilien eines Gebietes, was einen großen Teil des heutigen Baden-Württembergs ausmachte, mit dieser Ehe eine familiäre Verbindung eingegangen.

Mechthild, die Tochter Irmengards und Hermanns V., heiratete um 1245 den Württemberger Grafen Ulrich I. Die Grafen von Württemberg standen seinerzeit in Diensten der Staufer.

Ihre Brüder Hermann VI. und Rudolf I. regierten in Baden.

Mechthilds und Ulrichs Sohn, der spätere Württemberger Graf Eberhard I., heiratete Irmengard von Baden, eine Tochter seines Onkels Rudolfs I.

Genealogisch betrachtet können Hermann V. und Irmengard von Baden als "Stammeltern" sowohl der badischen Markgrafenfamilie als auch der Württemberger Grafen betrachtet werden, was ca. 730 Jahre nach deren Hochzeit in der Gründung des Landes Baden-Württemberg seinen Niederschlag gefunden hat.


Stammbaum Baden-Württemberg


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